Bezirk

Aus der Stunde in Bünzwangen

Am 15. Februar 1975 hatte der frühere Stadtmissionar Karl Weber aus Weiler bei Ebersbach unsere Gemeinschaft in Bünzwangen gegründet. Er war ein gesegneter Mann, der nach der Ausbildung im Johanneum bei Wuppertal in die Berliner Stadtmission und von dort in die Dorfmission an die Oder, nach Mecklenburg, Pommern und Ostpreußen ging. Seine Frau schrieb mir, daß das 3. Reich für ihn eine schwere Belastung war. Karl Weber hat auch 2 Bücher und 2 kleinere Schriften verfasst. Am 28. September 1977 ging er heim. Sein Grab befindet sich in Weiler.

Am Anfang der Gemeinschaft vor nun 27 Jahren waren wir etwa 18 Personen. Teilweise sind sie krank, verstorben oder auch weggezogen. Heute sind wir 10 regelmäßige Teilnehmer.

Christel geb. Wittlinger aus Bünzwangen ist mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo ihr Mann arbeitet. Wenn Besuche und Ferien anstehen, ist sie eine treue Bibelstundenbesucherin und wir freuen uns über ihren Besuch.

Am Anfang unserer Stunde hat nach dem Singen und dem Lesen der Losung eine ausgiebige Gebetsgemeinschaft ihren festen Platz. Hier werden auch unsere Kranken eingeschlossen, die vorher genannt wurden. Das ist ein wichtiger und segensreicher Dienst.

Wir sind sehr darum bemüht, neue Geschwister zu gewinnen. Ich glaube, daß es zu wenig ist, wenn unsere Pfarrer in den Abkündigungen unsere Bibelstunden mitteilen. Ich wünschte mir, daß sie detaillierter und immer wieder darauf hinweisen würden, wie dies auch zu vielen anderen Veranstaltungen geschieht. Unsere Geschwister sind ganz treue Gottesdienstbesucher. Wenn noch einige andere zu uns in die Bibelstunden kämen, wäre dies eine große Bereicherung.

Noch eine heitere Pointe aus der letztjährigen heißen Sommerzeit. An einem Abend hatte es wieder viele Fliegen. Und da diese eben kein Einfühlungsvermögen für unsere Bibelarbeit haben, nahm eine von unseren Geschwistern kurzerhand die gemeinschaftseigene Fliegenklatsche in Regie. Sie sagte, wenn ich zehn von diesen Plagegeistern erwische, gebe ich 10,- DM ins Opfer. Ja, und am Ende waren es genau 10 Fliegen und unsere Kasse um 10,- DM reicher!

Albert Schäfer